Tagesimpuls

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Regionaler ökumenischer Kirchentag

Regionaler ökumenischer Kirchentag

Ein gemeinsames Fest des Glaubens im Pastoralverbund Klein-HeiligKreuz und der evangelischen Kirchengemeinde Bad Salzschlirf-Großenlüder am 24./25. Juni 2017

 

Pfarrer Sebastian Blümel eröffnete den ökumenischen Kirchentag. In der folgenden Rede des Großenlüderer Bürgermeisters Werner Dietrich wurde Ökumene sofort thematisiert durch ein Pauluswort aus dem Epheserbrief: „Ein Gott, ein Glaube, eine Kirche.“ Weiter sagte er: „Es bedarf ein Mehr an Bewusstsein füreinander, für Ökumene, beginnend mit der Entdeckung des anderen, ihn entdecken zu wollen, ihn ohne Vorbehalte entdecken zu wollen.“ Und mit einem übertragenen Zitat von Gandhi „Sei du selbst die Veränderung in der Kirche, die du dir für die Kirche wünschst“ zeigte Herr Dietrich auf, dass wir mutig sein sollen, unseren gemeinsamen Glauben erkennbar zu machen.


Die folgende Andacht wurde durch den Posaunenchor Fulda und den ökumenischen Chor der evangelischen Kirchengemeinde Bad Salzschlirf/Großenlüder begleitet. Die Besucher konnten auf dem „Markt der Möglichkeiten“ mit Bekannten und Fremden ins Gespräch kommen und auf dem „Glaubensweg für die Sinne“ durch Riechen, Schmecken, Fühlen und Hören Erfahrungen sammeln. Viele Vereine betreuten Infostände mit Inhalten zur Reformation und dem Lebenswerk Luthers; ein Bücherstand und Fairer Handel und ein Flohmarkt waren anwesend. Die Telefonseelsorge und die Notfallseelsorge aus Fulda, die beide ökumenisch organisiert sind, waren vertreten und führten Gespräche. Auf der Wiese zelteten die Pfadfinder mit ihrer großen Jurte und die Kindergärten hielten am Nachmittag ein kreatives Programm für die Kinder bereit. Auch für Essen und Trinken war ausreichend gesorgt und die Kfd-Frauen bewirteten im Musikerhaus an beiden Nachmittagen die Besucher mit Kaffee und Kuchen.


Zum abendlichen Konzert des Liedermachers Clemens Bittlinger war das Lüderhaus voll besetzt, manche Besucher waren von weit her angereist. Die Konzertbesucher wurden sofort in den Bann seiner christlichen lebensnahen Lieder gezogen und waren begeistert von der Art, wie er und seine beiden Musiker das Publikum mit einbezog. Nach stehendem Applaus beendeten die Künstler und wir gemeinsam mit einem innigen Segenslied und dem Vaterunser diesen unvergesslichen Abend.


Der Festgottesdienst am Sonntag, Mittelpunkt unseres Kirchentages, stand unter dem Leitgedanken „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“. Frau Prälatin Marita Natt und Weihbischof Karlheinz Diez mit Pfarrerin Sandra Jost und Pfarrer Sebastian Blümel und Mitgliedern des ökumenischen Arbeitskreises feierten mit den Gläubigen unserer beiden Konfessionen im vollbesetzten Lüderhaus. Unser Mottolied, „Wer glaubt, ist nie allein…“ stimmten von der Empore des Saales die Sängerinnen und Sänger aus mehreren Chören der Region, dirigiert von Frau Margarita Bechler, an. Zusammen mit dem Musikverein Großenlüder begleitete uns dieser große Chor durch den Gottesdienst. Kantorin Claudia Wehner wurde von Harald Auth auf dem Keyboard beim Psalm singen und dem Credo begleitet. Die Lesung vom wahren Weinstock, Johannes 15,1-5, nahm die Prälatin Natt in ihrer Predigt auf und Weihbischof Diez ging von den Quellen des Jordan zu den Quellen des Lebens. Beide bauten bildlich eine Brücke, um das Trennende beider Konfessionen zu überwinden und sich auf den gemeinsamen Ursprung in der Taufe zu besinnen. Weihbischof Diez sagte: „Unser ökumenischer Weg geht weiter. Wir wollen alles tun, dass unsere Gemeinschaft wachsen kann.“ Fünf ökumenische Verpflichtungen sprachen sie und immer wurde eine Kerze entzündet und das Lied. „Meine Hoffnung und meine Freude…“angestimmt.


Beflügelt und inspiriert haben viele Besucher auf dem Gelände rund um das Lüderhaus die Angebote wahrgenommen. Ein Ständchen des Musikvereins, Lesungen und Meditation, Aufführungen der Kindergartenkinder und Kreistänze sorgten für Abwechslung bis am Nachmittag das Theaterstück „Luther in Not“ aufgeführt wurde. Jeder Stuhl war besetzt als die Zuschauer sich mit Martin Luther auf eine Zeitreise begaben. Welche Folgen würden sich aus Luthers Thesen und Reformen ergeben, wieviel Glaube finden wir heute in unserem Alltag? Hat Kirche heute noch Bestand neben unendlich vielen Alternativangeboten unserer Zeit? Tiefgründig und aufklärend, aber auch witzig, bot sich dem Publikum eine weitere Sicht auf den eigenen Glauben. „Nur die Liebe weckt die Liebe, nur ein JA überwindet ein NEIN“ war die Botschaft der Schauspieler und der Tanzgruppe. Am Ende sangen alle gemeinsam und der ökumenische Gedanke füllte spürbar den ganzen Saal – ein schöner Ausklang des ersten regionalen ökumenischen Kirchentages in Großenlüder.


Ein herzlicher Danke geht an die Mitglieder des ökumenischen Arbeitskreises des Katholischen Pastoralverbundes Klein-Heilig-Kreuz und der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Salzschlirf/Großenlüder, an all die vielen Helfer, Vereine und Sponsoren, die diesen Kirchentag möglich gemacht und unterstützt haben. Auf vier Stellwänden wurden alle Beteiligten namentlich genannt.


Wir danken unserem Herrn, der uns mit seinem Heiligen Geist Kraft und Zuversicht gibt und uns allezeit beisteht.


Fotos Ökumenischer Gottesdienst

Fotos Konzert Clemens Bittlinger

Fotos: Hemmerich