Kirchweih

Kirchweihfest ohne Kirche und ohne Fest...

Viele Gedanken hatten sich die Mitglieder des Musikvereins und der Pfarrgemeinde gemacht, wie man in diesem Jahr unter Einhaltung der momentanen Einschränkungen für die Feier von Gottesdiensten trotzdem einen festlichen Gottesdienst feiern kann. Hierzu kann man sagen, dass das eindeutig gelungen ist.


Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln feierten wir am vergangenen Sonntag das Festamt zur Kirchweih im Lüderhaus. Wie es im Moment üblich ist, hatten sich die meisten Besucher schon im Vorfeld hierfür angemeldet.Mit Abstand konnte trotzdem ein großer Einzug mit den Kirmespaaren und einem kleinen Kirmesbaum durchgeführt werden, welcher vor dem Altar aufgebaut wurde. Das Bläserensemble mit der erlaubten Größe von vier Spielern verlieh dem Gottesdienst den festlichen Rahmen. Hierbei wurden sie von Andreas Ripka mit Gesang unterstützt.


Weiteres Highlight war die Predigt unseres Pfarrers Joachim Hartel. Er betonte, dass dies in dreifacher Hinsicht kein gewöhnlicher Gottesdienst sei: Corona-Bedingungen sowie  die Feier von Kirchweih außerhalb der Kirche und ohne anschließendes Fest. Er ging auf die momentane Situation ein, die wir alle durch den Corona-Virus durchleben müssen, und dass es vielen Menschen besonders schwer wäre. Er richtete aber hier einen besonderen Blick auf die Hoffnung, die wir als Christen haben. Im Hinblick auf den Monat November und die zahlreichen Verstorbenen, die wir in den letzten Wochen und Monaten zu Grabe getragen haben, sei dass ewige Leben Anlass für unsere Hoffnung, denn wir dürfen auf Jesus Christus blicken, der mit uns durch Leid und Tod geht und uns durch sein Kreuz und Leiden und die Auferstehung erlöst hat. Pfarrer Hartel sagte ganz deutlich, dass es nicht möglich sei, in einem nur privaten Verhältnis mit dem lieben Gott seinen Glauben zu leben. Wenn jemand in seinem Beruf oder in einem Schulfach erfolgreich sein will, müsse er sich hier Wissen und Kenntnisse schaffen. Genauso sei es mit dem christlichen Glauben. Die Kirche, die Anzahl aller Getauften, ist das Zelt Gottes auf Erden. So spannt er den Bogen zu unserer geliebten Pfarrkirche, die das Zelt Gottes in unserer Gemeinde sei. Hierfür müssten wir alle bereit sein, mitzuhelfen, dass wir diese wieder so herrichten, dass wir dort voller Freude dienen und feiern können. Uns allen sollte dieses Gotteshaus so am Herzen liegen, dass alle – jeder nach seinen Möglichkeiten – mit dafür Sorge trage, dass wir hier noch viele Jahrhunderte den Glauben leben können. Er sprach mit dieser Predigt, die so viele Punkte einschloss, an, was die Menschen unserer Gemeinde im Moment umtreibt und beschäftigt.


Die Fürbitten wurden ebenfalls mit entsprechendem Abstand von unseren Kirmesjungs vorgetragen. Abschluss und Dank bildete das feierliche „Großer Gott wir loben dich“.

Danke an Andreas, der an unser aller Statt das Te Deum gesungen hat.

 

Pfarrer Hartel kündigte vor dem Segen an, dass als schöner Abschluss noch das Lüdertallied und die Vogelwiese gespielt werden – ein besonderes Bonbon, wenn es auch hier wie bei den schönen Kirchenliedern die Gottesdienstbesucher besonders schmerzt, nicht mitsingen zu dürfen. So konnten alle ein bisschen Kirmesgefühl mit nach Hause nehmen, und sicherlich vermissten die meisten beim anschließenden Mittagessen zu Hause die Gemeinschaft, die eigentlich nun im Lüderhaus hätte sein sollen. Hier konnte schon die Predigt von Pfarrer Hartel helfen – vertrauen wir darauf, dass es bald wieder anders sein kann.

 

Herzlichen Dank allen, die sich so viel Mühe gegeben haben, mit Einhaltung aller Vorschriften und mit gegenseitiger Rücksichtnahme der Gemeinde dieses wunderbare Geschenk des Gottesdienstes gemacht haben.

Katholische Pfarrgemeinde 
St. Georg Großenlüder


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36137 Großenlüder

 




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